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Besuch in der Asse

Geschrieben von Bela Mittelstädt. Veröffentlicht in News

PM zu unserem Besuch in der Schachtanlage Asse II

Grüne Jugend Schaumburg besichtigt die Asse


Atomenegie und die sichere Entsorgung von Atommüll gehören unmittelbar zum Themenbereich der Grünen Jugend. Die hiesige Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen
besichtigen das bisherige Atommüllendlager in einem alten Salzbergwerg. Dazu fuhren die Jugendlichen in die Asse II bis zu 750 Meter in die Tiefe.
In Begleitung von Frau Klein und Frau Hegemeier bekamen die sie zunächst einige Informationen bezüglich der Geschichte
der Asse. Die Asse wurde in den 1960`er Jahren als Forschungslager definiert. Jedoch wurde es mit der Zeit zu einem Endlager, wofür das Begwerk gar nicht ausgelegt ist. Illegal wurden über 125 000 Fässer unter teilweise erschreckender Behandlung eingelagert. Heute droht Grundwasser in die Asse einzulaufen, deshalb muss der Atommüll nun wieder herausgeholt werden, unter großen Mühen und unter Aufwendung großer finanzieller Mittel.
Dabei protestiert Ahmed Agdas, der Sprecherder Grünen Jugend Schaumburg, dass die Kosten komplett auf den Steuerzahler lasten aber die Gewinne die Energiekonzerne einstecken. Dazu Agdas:" Es ist eine Grotesk, dass man damals gesagt hat: ihr Energiekonzerne könnt die Kernkraftwerke betreiben und die Gewinne einstreichen, wir kümmern uns um den Müll. Heute ist dies rückwirkend nicht mehr zu korrigieren, weil man den Energiekonzernen damals dies per Vertrag zugesichert hat. Ich finde es schade, dass wir auf diesen Kosten sitzenbleiben. Da fragt der Steuerzahler zurecht, wo die ganzen Gelder bleiben. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Anspruch darauf, dass das Geld vernünftig verteilt wird und nicht den riesen Unternehmen verschenkt werden."


In voller Montur und Notfallaustattung ging es mit einem Fahrstuhl runter auf die 550 m Sohle.

Unterirdische Autotour

Mit einem umgebauten Pick-Up geht es noch 200 m weiter nach unten auf höhe der gefährdeten Einlagerungsräume. In 13 versiegelten Hallen lagern über 125 000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Materialien und müssen aufwendig aus den eigentlich für die ewigkeit gebauten Hallen zurückgeholtwerden. Die Schlampigkeit der damaligen Wissenschaftler müssen heutige und zukünftige Generationen ausbaden und vor allem bezahlen. Mit der eigentlichen Rückholung wird wohl erst um 2033 zu rechnen sein. Wenn die Asse nicht vorher schon absäuft, sollte die Rückholung wohl Ende des 21. Jahrhunderts beendet sein. Erfahrung der Wissenschaftler= gleich null. Es gibt noch kein vergleicbares Projekt auf der Welt.

Ein Himmelfahrtskomando

Im Hintergrund schwach zu sehen: Leicht verstrahlte Lauge aus der Einlagerungskammer 7. Wie es drinn aussieht? Weis Niemand!

Im Hintergrund schwachzu sehen: radioaktiv verseuchte Lauge aus einer Einlagerungskammer. WIe es in der Kammer aussieht? Weis Niemand!

Am ende der Führung werden wir auf mögliche Verstrahlung geprüft. mulmiges Gefühl! DasErgebnis ist bei allen zum Glück negativ!

Am Ende der Führung werden wir alle auf Verstrahlung geprüft. Zum Glück verläuft der Test bei Allen negativ. Glück Auf!